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Das Grundprinzip:

Zuerst muss erwähnt werden, dass Polarium nur mit dem Touchpen gespielt werden kann, die Tasten werden nicht verwendet.
Auf dem Bildschirm sehen sie das Spielfeld, welches in viele kleine, schwarze und weiße Quadrate eingeteilt ist. Ihre Aufgabe besteht nun darin, mit dem Touchpen eine Linie über gleichfarbige Quadrate zu ziehen, um diese umzudrehen. Aus Schwarz wird Weiß und umgekehrt. Bilden diese nun eine horizontale Reihe so verschwinden sie. Man kann die Markierung der Quadrate ausserhalb des Spielfeldes am Rand fortführen, um zum Beispiel woanders wieder ins Feld hineinzufahren. Auf diese Weise lassen sich viele Reihen gleichzeitig auflösen.

Im Spiel Gibt es vier verschiedene Modi, die ich im Folgenden erkläre:

- Aufgabenmodus

Eigentlich hätte man ihn ebenso gut auch "Aufgabemodus" nennen können, da man das spielen nach kurzer Zeit wieder aufgibt... aber OK, fahren wir erstmal fort...

Hier fallen vom oberen Bildschirm, kontinuierlich Blöcke mit Quadraten in das untere Spielfeld. Sie sollen nun diese Blöcke durch umdrehen der Quadrate möglichst schnell löschen. Gelingt ihnen das nicht schnell genug, stapeln sich die Blöcke bald bis über eine markierte Grenze, womit das Spiel vorbei ist.
Ein Level haben Sie geschafft, wenn sie hundert Reihen gelöscht haben.

Im zum Aufgabenmodus dazugehörenden Übungsmodus, können Sie die bereits bestandenen Levels noch ein Mal spielen. Allerdings können Sie hier nicht verlieren, da die nachfallenden Blöcke schön brav warten. Allerdings beginnt der Begrenzungsbalken zu blinken, sobald Sie verloren hätten.

- Taktikmodus

Hier werden ohne Zeitdruck Puzzles gestellt. Sie sollen auf die oben genannte Weise alle Quadrate löschen, indem Sie horizontale Linien erzeugen. Der Haken ist aber, dass dies in einem Zug geschehen muss, also ohne abzusetzen.
In etwa nach dem alten Kinderspielchen "Das-ist-das-Haus-vom-Nikolaus". Nur wesentlich komplizierter.

Im dazugehörigen "ändern"-Modus, können Sie eigene Puzzles erstellen, und diese zum Beispiel mit anderen Spielern tauschen, womit theoretisch eine unendliche Zahl an Rätseln möglich ist.

- Loungemodus

Diesen hätte man ebensogut "Optionen" nennen können, denn nichts anderes ist es nämlich. Dort werfen Sie zum Beispiel einen Blick in die Kurzanleitung, senden einem zweiten Spieler eine Demoversion von Polarium aufs Gerät oder ändern die Einstellungen für Musik, Soundeffekte oder Beleuchtung.
Den Schwierigkeitsgrad können Sie leider nicht bestimmen. Dazu später mehr.
Waren Sie im Spiel besonders erfolgreich, dürfen Sie sich irgendwann sogar die Credits (Macher des Spiels) ansehen. Wie toll!!

- Kampfmodus

Hier können Sie nun zu zweit Spielen, indem Sie eine drahtlose Verbindung zu einem weiteren Spieler aufbauen. Was beim Duell zu tun ist, ist schnell erklärt: Jedes Quadrat das Sie löschen, erscheint bei Ihrem Gegenüber und andersrum. Wer zuerst alle Quadrate abräumt hat gewonnen. Ansonsten gewinnt nach Ablauf der Zeit derjenige, mit den wenigsten Tafeln auf seinem Feld.
Zusätzlich gibt es noch besondere Quadrate, die dem Gegner das Leben noch schwerer machen, wenn Sie es aktivieren. Zum Beispiel darf er für eine begrenzte Zeit den Spielfeldrahmen nicht mit einbeziehen, all seine Tafeln werden umgedreht um ihn zu verwirren, usw.
Ihr eigenes Spielfeld sehen Sie auf dem unteren Bildschirm. Das Ihres Gegners auf dem oberen.

So, von den Fakten zu meiner persönlichen Meinung:

Polarium hat ein extrem einfaches Spielprinzip. Vergleichbar einfach wie Tetris.
Auch grafisch und soundtechnisch ist es wirklich nicht die Wucht.
Nun, das wäre alles kein Hindernis und würde mich sogar völlig begeistern, wenn da nicht der absolut unmenschliche und unfaire Schwierigkeitsgrad wäre.
Die ersten Rätsel im Taktikmodus sind noch recht einfach. Sehr bald aber, werden diese dermaßen schwer, dass echte Frustration aufkommt.
Im Aufgabenmodus das gleiche: hier hat man maximal fünf Minuten zu leben, bevor sich die Blöcke derartig kompliziert aufbauen, dass jeder Rettungsversuch vergebens ist.
Es bleibt dann kaum noch Zeit zum überlegen, die aber dringend notwendig wäre. Ich bin weder übermäßig intelligent, noch dumm wie Stroh. Eben ein ganz normaler Mensch.
Aber was Polarium dem Spieler an Geduld und Selbstbeherrschung kostet ist enorm und einfach übertrieben.

Wie bereits erwähnt, ist die Grafik das einfachste vom einfachen. Spartanischer geht es kaum. Das ist OK, solange der Spielspaß stimmt. Aber Leider tut er das durch den brutalen Schwierigkeitsgrad keineswegs. Und aus diesem Gund ist Polarium grafisch gesehen eine so große Frechheit dass es kracht.

Und da ich mit meinem Gemecker gerade so gut in Fahrt bin, möchte ich auch gleich über den Sound schreiben. Was der Spieler zu hören bekommt, war in den späten Achzigern up-to-date. Leider leben wir im einundzwanzigsten Jahrhundert, wo man gelinde gesagt etwas mehr erwarten kann. Und ganz besonders kann man mehr als zwei bis drei Musikstücke erwarten.

Und bevor nun Attacken von Lesern kommen, die das Spiel förmlich anbeten: vergesst es, ich bleibe dabei! Ich schreibe diesen Bericht nicht, um der Allgemeinheit nach dem Mund zu reden. Ihr lest meine persönliche Meinung, die ich vertrete und zu der ich stehe.

Mein Fazit:

Polariums Spielprinzip ist genial einfach und einfach genial und wäre der absolute Oberhammer. Dummer Weise macht der geradezu dreiste Schwierigkeitsgrad alles kaputt.
Ich hätte das Gerät nach einer halben Stunde liebend gerne an die Wand geklatscht.
Allerdings dachte ich dann an den Kaufpreis des DS und die anderen, tollen Spiele.
Ich habe mir das Spiel gekauft, weil es von jedem himmelhochjauchzend gelobt wird.
Dem stimme ich nicht zu und betrachte das Geld dafür als verschwendet.
Versteht mich nicht falsch, ich bin durchaus bereit mein Hirn bei einem Spiel anzustrengen. Ich spiele ja auch liebend gerne Schach. Im Gegensatz zu Polarium kann ich dort allerdings auch mal Erfolge verzeichnen. Und ein Spiel bei dem man kaum eine Chance hat zu gewinnen, reizt mich keineswegs.
Wer allerdings gerne stundenlang über einem einzigen Rätsel brüten möchte und gerne beim Aufgabenmodus verliert, sollte zuschlagen.

Viel "Spaß" beim spielen wünscht
Marcus :o)



Die Texte und Wertungen stellen die Meinungen des jeweiligen Autors dar...

.::Infos

Polarium

» Erschienen:
11.03.2005

» Hersteller:
Nintendo

» Entwickler:

» Genre:
Denkspiel

» Spieler:
2


.::Wertung
Grafik:
Grafik 4
4/10
Sound:
Sound 6
6/10
Spielspaß Solo:
Spielspaß Solo 6
6/10
Spielspaß Multi:
Spielspaß Multi 6
6/10
Gesamtwertung
Gesamtwertung 55%
55%
Autor: fuertherbube
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