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.::Tales of Symphonia

Die Story:
Die Hintergrundgeschichte zu Namcos Rollenspielepos ist typisch für ein japanisches RPG; in der Vergangenheit existierte auf dem Planeten Sylvarant ein gigantischer Baum, dessen Rolle es war, die ganze Welt mit ausreichend Mana zu versorgen. In einem alles vernichtenden Krieg allerdings ließ dieser Baum sein Leben und der Planet fing an, zu einem Gebiet voller Hass und Habgier zu werden. Alle paar Jahre jedoch erscheint ein Turm, desses Spitze höher ist, als man sehen kann. Gleichzeitig wird eine Auserwälte erkoren, sich in diesem Turme zu opfern, um damit den Weltfrieden für die nächsten Jahre sicherzustellen. Der, oder vielmehr die Auserwählte dieser Ära ist Colette, die zusammen mit Genis und Lloyd in einer Schulklasse ist. Nach anfänglichen Problemen begeben sie sich zusammen mit weiteren Leuten auf eine Reise in der weitaus mehr auf sie wartet, als die vergleichsweise harmlose Welterneuerung…
Die auf Freundschaft und Vertrauen aufgebaute Geschichte braucht etwas Zeit um in Fahrt zu kommen, kann jedoch nach ca. 5 Stunden so richtig fesseln und überzeugt durch tolle Wendungen und Geheimnisse.

 

 

Das Spiel:
Rollenspieltypisch geht es dann auch schon zur Sache; in der Rolle von Lloyd (oder einem anderen beliebigen Charakter) durchforstet ihr Städte, Dörfer, Dungeons und die Weltkarte.
In Städten und Dörfern geht es meist friedlich zur Sache. Hier erledigt ihr eure Geschäfte, wie beispielsweise neue Waffen und Rüstungen kaufen, übernachtet in Hotels um eure Lebensenergie aufzufrischen oder redet mit Bewohnern, um Tipps zu erhalten oder die Story voranzutreiben. Der Kamerawinkel in Städten und Dungeons ist fest, was euch erstens die Übersicht erleichtert und zweitens nicht auffordert, dauernd am zweiten Joystick zu fummeln, damit man die Übersicht behält.

Die zweite Art, sich in Rollenspielen die Zeit zu vertreiben, sind die Dungeons. Deren sind es viele im Spiel und die dortigen Rätsel basieren allesamt auf einem Gegenstand, den man im ersten Dungeon findet; dem Mana-Ring. Primär feuert er einen kleinen Feuerball ab, doch in fast jedem Dungeon steht ein Mana Topf, der dem Ring eine andere Fähigkeit verleiht. Mal schießt er Wasser, dann schrumpft er euch oder er erzeugt ein Erdbeben. Da sich viele Dungeons im Spiel wieder finden, ist auch die Auswahl der Mana-Ring Fähigkeiten groß und sorgt für Abwechslung. Ansonsten sind die Rätsel nicht sehr schwer, meist reicht es den Mana-Ring richtig einzusetzen, bzw. sein Gedächtnis auf die Probe zu stellen.

Im Gegensatz zur Traditionsserie Final Fantasy existieren in Tales of Symphonia keine nervigen Zufallskämpfe. Alle Gegner sind schon auf der Karte zu sehen und können in den meisten Fällen umgangen werden. Nichtsdestotrotz sollte man jedoch auch ab und zu zum Schwert greifen, denn für jeden gewonnen Kampf hagelt es nicht nur Geld, sondern auch Erfahrungspunkte und eventuell steigt auch der Grad an.
Dieser Grad steigt und sinkt, abhängig von den Qualitäten des Spielers; vernichtet man einen Feind stylisch ohne selbst zuviel Schaden zu nehmen, steigt er. Steckt ihr während eines Kampfes ordentlich Treffer ein und verfehlt den Gegner wird dies mit einem sinkenden GRAD bestraft. Dieser Grad ist nützlich, um beispielsweise Gegenstände damit zu kaufen, die man durch bloßes Geld nicht erhalten kann.

Die Erfahrungspunkte sind typisch für ein solches Rollenspiel; für eine bestimmte Anzahl steigt euer Charakter einen Level auf und wird stärker. Ein weiteres Mittel, um die Charaktere zu stärken ist der Wechsel ihres Ranges. Einen neuen Rang erhält man unter anderem für das Erreichen der Level 20, 40 und 100. Jedoch können spezifische Events auch für einen Rangwechsel sorgen. Ein hübsches Beispiel anhand von Colette; ein Minispiel für sie ist das Servieren von Menüs in einem Restaurant. Hat man dieses erfolgreich absolviert, erhält sie den Rang Turbo Kellnerin. Vor einem Rangwechsel wird aufgeführt, welche Werte sich verbessern, welche sich verschlechtern und welche gleich bleiben. So könnt ihr gezielt die Schwächen eines Charakters bekämpfen. Rollenspieltypisch reicht das Stärken der Charaktere selbst um siegreich aus den Kämpfen hervorzugehen. Durch verschiedene Ausrüstungsgegenstände verbessern sich auch die Werte der Partymitglieder. Diese kann man kaufen, sich schmieden lassen, sofern man genügend Materialien beisammen hat oder man vertraut auf sein Glück um sie zu finden.

 

 

Weiterhin kann man seine Charaktere auch mit sogenannte Ex-Gams verstärken. Jeder Charakter hat vier Plätze für solche Gems zur Verfügung. Diese Gems finden sich in vier verschiedenen Ausgaben; Level 1, 2, 3 und 4. Je höher der Level, desto nützlicher ist die Fähigkeit oder Statusverbesserung, die man durch die Benutzung erhält, aber desto schwieriger sind sie zu finden. Durch die Verwendung eines solche Utensils kann man beispielsweise mehr Lebensenergie erlangen oder längere Kombos vollführen. Doch aufpassen sollte man schon; ist die Ex-Gem erst einmal aktiviert, kann man sie nicht wieder benutzen.

Doch ohne Kämpfe würde das Stärken jedem Sinn weichen, also sehen wir uns das Kampfsystem einmal genauer an. Dieses scheint auf den ersten Blick reichlich simpel, unübersichtlich und auf Button Smashing ausgelegt. Ihr steuert einen der maximal vier Charaktere, die in einem Kampf mitwirken können und bewegt euch lediglich auf einer zweidimensionalen Ebene, das heißt zum oder weg vom Gegner. Um euch zu schützen, blockt ihr Angriffe ab. Doch wenn man eine Reihe von Kämpfen hinter sich hat, offenbart diese System seine Stärken; durch getimtes Drücken der Tasten kann man Kombos vollführen und diese sogar mit Spezialattacken verknüpfen. Die Spezialattacken teilen sich auf in SCHLAG und TECHNIK. Jeder Charakter ist entweder ein Schlag-Typ oder ein Technik-Typ. Vertrete der ersteren Sorte erlernen fast ausschließlich Kampftechniken für den Nahangriff während letztere wirkungsvolle Heil- oder Angriffsmagie erlernen. Der Typ des Charakters lässt sich allerdings durch Ausrüsten von bestimmten Gegenständen in die jeweils andere Richtung verschieben. Neue Spezialattacken erlernen die Party Mitglieder nicht etwas durch Levelaufstieg, sondern im Kampf selbst, nachdem sie eine andere Spezialtechnik eine bestimmte Anzahl oft angewandt haben. Das mag jetzt so klingen, als würde man nur schwer neue Techniken erlernen, das ist aber nicht der Fall. Unvorbereitet entnehmt ihr von Zeit zu Zeit dem Bildschirm die Meldung, der Charakter habe eine neue Fähigkeit erlangt. Das Kampfsystem ist über jeden Zweifel erhaben und distanziert sich vom Rundenkampf Einheitsbrei.

Des Weiteren kann man bis zu drei weitere Freunde an die Kämpfe anstöpseln. Da die Kamera aber immer beim ersten Spieler bleibt, sehen die anderen Spieler ihren Charater nicht immer, somit sind die von der CPU gesteuerten Charaktere empfehlenswerter in Endkämpfen. Spaß zu mehreren macht es aber allemal, auch wenn die anderen während der restlichen Spielzeit nichts tun können.

Ein weiteres ,,spezielles“ Feature ist das Kochen. An bestimmten stellen kann man den Wunderkoch treffen, der sich fast immer tarnt. Dann lehrt er euch ein bestimmtes Gericht, das ihr fortan, sofern ihr die nötigen Zutaten besitzt, kochen könnt. Die Funktionen des Essens sind vielfältig; man kann es verkaufen, selbst essen usw.
Leider wird das Feature nicht ausreichend genutzt, man kann das Spiel auch problemlos durchspielen, ohne jemals gekocht zu haben. Somit versinkt es leider etwas im restlichen Spiel.
Um euch in der Welt fortzubewegen, latscht ihr über die Weltkarte. Auch dort sind die Gegner bereits sichtbar und können umgangen werden, obwohl mache relativ angriffslustig sind und sich auf euch stürzen.
Auf der Weltkarte seht ihr die verschiedenen Locations um sie betreten zu können. Da das Gerenne mit der Zeit anstrengend und langweilig wird, erhält man später die Möglichkeit die verschiedensten Gefährte zu nutzen. Bequem aber unpraktisch ist das Schiff, das euch zwar über Ozeane bringen vermag, allerdings nur an vorgegebenen Stellen halten kann. Wesentlich praktischer verhält es sich dagegen bei den so genannten Reairds. Diese sind im Grunde nichts anderes als Flugschiffe, mit denen ihr überall landen könnt, und in Windeseile die entlegensten Winkel der Weltkarte erreichen könnt. Allerdings dauert es eine Weile, bis man diese Geräte findet, und das spiegelt sich in Anfangs sehr langen Laufwegen wieder.

 

 

Die Präsentation:
Die Präsentation ist extrem gelungen. Der gekonnt eingesetzte Cel-Shading Look vermittelt eine tolle Atmosphäre. Einziger grafischer Vermutstropfen ist die Oberweltkarte, die man in ähnlicher Qualität schon in Final Fantasy Spielen auf der PSX gesehen hat. Im Gegensatz dazu sind die Effekte in den Kämpfen atemberaubend, das Charakterdesign ist Klasse und die Städte sind abwechslungsreich gestaltet. Von einem Wüstendorf bis zur Schnee Metropole ist alles vertreten.
Leider verfügt das Spiel nicht über einen 60Hrtz Modus, was in manchen Endkämpfen in grausamen Slowdowns endet, die überraschenderweise aber nicht sonderlich stören.
Der Sound tut sein Übriges, um eine tolle Atmosphäre aufzubauen. Friedliche Musikstücke wechseln sich mit beatigen Kampf Soundtracks ab und passen hervorragend.
Zusätzlich dazu wurden alle wichtigen Zwischensequenzen erstklassig vertont, allerdings nur in Englisch. Da alle Gespräche aber auch untertitelt sind, fällt das für Nichtkennen dieser Sprache nicht sonderlich schwer ins Gewicht. Die Zwischensequenzen sind auch alles andere als selten, sehr häufig kommt man in den genuss einer solchen Sequenz und wird Zeuge einer weiteren tollen Wendung.

Fazit:
Ein tolles Spiel. Auf dem Gamecube existiert auch fast keine Konkurenz. Die Grafik ist passend, der Soun hübsch, die Personen haben Charakter, viel kritisiren lässt sich nicht in diesem Spiel. Der Schwierigkeitsgrad ist weder zu schwer noch zu einfach, das Kampfsystem eine nette Abwechslung und auch sonst stimmt alles. Gamecube Besitzer müssen zugreifen, denn etwas Besseres in diesem Sektor wird bis zum Erscheinen von Baten Kaitos nicht erhältlich sein. Auch der Umfang ist Klasse; 40 Stunden braucht man, um es durchzuspielen, will man alles entdecken und erledigen, kann man fast das Doppelte rechnen.
Allerdings muss gesagt werden, dass das Spiel nicht genügend Potenzial besitzt, um richtige zeitlose Klassiker zu übertreffen. Ich als geprägter Rollenspieler habe immer noch tolle Stunden von Breath of Fire 2 oder Skies of Arcadia in Erinnerung. Tales of Symphonia wird das bei mir nicht erreichen. Auch sind gegen Ende ein paar Dungeons mehr nervtötend als wirkliche Spielspaßbringer.
Aber genug gemeckert, auch wenn andere Spiele besser sind,  sollte sich jeder Cube Besitzer diese Perle kaufen.



Pro:
- tolles Kampfsystem
- sympathische Charaktere
- spannende Story
- tolle Präsentation

Kontra:
 - teils nervige Dungeons



Die Texte und Wertungen stellen die Meinungen des jeweiligen Autors dar...

.::Infos

Tales of Symphonia

» Erschienen:
19. November 2004

» Hersteller:
Nintendo

» Entwickler:
Namco

» Genre:
Rollenspiel

» Spieler:
1-4


.::Wertung
Grafik:
Grafik
/10
Sound:
Sound
/10
Spielspaß Solo:
Spielspaß Solo
/10
Spielspaß Multi:
Spielspaß Multi
/10
Gesamtwertung
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Autor: Joel


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