Story:
Alle Hundert Jahre öffnet sich ein Tor zwischen dieser
Welt und derer der Minish, einem Volk, das für erwachsene Menschen unsichtbar
ist, unabhängig davon, ob sie extrem klein sind.
Nun eben ist ein Jahrhundert
beendet und das Tor ist offen. Zeitgleich fand ein Schwertkampfturnier in Hyrule
statt, dessen Sieger die Ehre erhält, das heilige Schwert anzufassen, das eine
Truhe versiegelt, die schreckliches birgt.
Link begleitet Prinzessin Zelda
zur Siegerzeremonie. Doch es kommt wie es kommen muss: der Sieger entpuppt sich
als machtgieriger Fiesling. Er zerstört das heilige Schwert und öffnet die verfluchte
Truhe. Unzählige Monster fliehen aus ihrem Gefängnis. Doch auch Zelda scheint
ein Geheimnis zu tragen. Als der Bösewicht, der auf den Namen Vaati hört, die
Prinzessin erblickt, legt er einen Fluch auf sie und Zelda wird zur Steinstatue.
Eure Aufgabe ist es nun, das Schwert reparieren zu lassen und mit den Kräften
der Elemente auszurüsten um den Fluch der auf Zelda lastet zu brechen.
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Das Spiel:
In der Rolle des Zipfelmützenträgers geht es dann
traditionell zur Sache; Oberwelt erforschen und Dungeons lösen. Da dieses Spielprinzip
sich seit dem allerersten Zelda nicht groß verändert hat, bekommt Link diesmal
einen besonderen Gegenstand zur Verfügung gestellt: die Minish Cap. Wobei Gegenstand
etwas herabsetzend ist, denn diese Mütze lebt. Und sie trägt ein Geheimnis,
das Link während seiner Reise auch erfahren wird…
An vorgegebenen Stellen,
wie etwas Baumstümpfe oder Vasen, kann Link sich nun mithilfe dieser Mütze auf
mikroskopische Dimensionen schrumpfen und unerreichbare Stellen aussuchen.
Doch
Vorsicht ist angesagt: Als Zwerg sind die kleinsten Gegner tödliche Feinde,
Pfützen unüberwindbare Meere und Regentropfen regelrechte Wasserbomben!
Das
Feature mit dem Schrumpfen ist eine tolle Neuerung und auch konsequent umgesetzt
worden; in manchen Dungeons müsst ihr geschickt die Größe wechseln um weiterzukommen
und auch der Besuch von Dachbalken in Häusern ist nett in Szene gesetzt.
Auch
sonst ähnelt das Spiel seinen Vorgängern in Hinsicht auf die Items erfreulich
wenig. Mit dem magischen Krug könnt ihr Gegner und andere Gegenstände einsaugen,
mit dem Wirbelstab Dinge umdrehen und mit den Maulwurfshandschuhen könnt ihr
euch durch Mauern graben.
Natürlich finden sich die traditionellen Heldenwerkzeuge
wie Bomben, Bumerang und Pfeile auch im neuen Zelda Teil wieder.
Im
Gegensatz zu den Items ist das Spielprinzip jedoch gleich geblieben; immer noch
durchquert ihr Dungeons, in denen ihr zum Weiterkommen Rätsel lösen müsst um
anschließend einem Obermotz die Hölle heiß zu machen. Die Rätsel sind für Kenner
von A Link to the Past keine echte Herausforderung, auch die Endkämpfe sind,
wie schon im letzten Spiel für den Gamecube, leider keine echte Herausforderung.
Glücklicherweise steigt der Schwierigkeitsgrad in den letzten zwei Dungeons
ein etwas an, sodass auch Profis auf ihre Kosten kommen. Für die Endgegner muss
man sich immer eine bestimmte Strategie einfallen lassen, diese ist aber immer
ahängig von dem Gegenstand, den man in diesem Dungeon gefunden hat.
Seid
ihr nicht in Dungeons unterwegs, durchstreift ihr die Oberweltkarte nach Geheimnissen
oder seht euch in der Stadt Hyrule um. Bei euren Streifzügen werdet ihr früher
oder später auf Fragmente stoßen, die eine gewichtige Rolle spielen. Nähert
ihr euch einem Charakter und es erscheint eine Denkblase über seinem Kopf, könnt
ihr mit Druck auf die L-Taste das Menü zur Fragmentvereinung öffnen. Dort könnt
ihr auch ansehen, ob eines eurer Stücke mit dem Stück des Anderen zusammenpasst.
Ist die der Fall, öffnet sich irgendwo auf der Welt ein Geheimweg, eine Truhe
erscheint oder ähnliches. Praktischerweise wird dies auf der Karte markiert.
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Forschernaturen werden ihre helle Freude an dem Spiel haben. Sei es nun mit
der Aufgabe, alle Herzteile zu sammeln, für deren vier man ein Herz mehr bekommt
und demnach mehr aushält, oder sonstige Geheimnisse zu entdecken, abseits der
Handlung lässt sich viel erleben.
Das ist auch gut so, denn eben diese Handlung
ist nicht extrem umfangreich ausgefallen, viel mehr als ca. 10 Stunden wird
sie euch nicht an den Bildschirm fesseln. Glücklicherweisen haben die Entwickler
die erwähnten Geheimnisse integriert. So kann man auch erstmals in einem Game
Boy Zelda seine Fähigkeiten verbessern. Überall finden sich Dojos, in denen
ihr sofern ihr bestimmte Bedingungen erfüllt habt, eine neue Schwerttechnik
erlernen könnt. Deren sind es 8 und man muss gut suchen um sie alle zu finden.
Grafik & Sound:
Die Grafik ist für GBA Verhältnisse sehr
gut. Angefangen bei den putzigen Animationen von Link und seiner Mütze bis hin
zu liebevollen Details, die man nur als Winzling entdeckt, alles ist wunderschön
gestaltet. Wie für ein Zelda Spiel üblich, sind auch die Bosse bis auf eine
Ausnahme gut designt. Insgesamt lehnt sich das Design der Gegner und auch eines
Endgegners sehr an The Wind Waker an. Kenner des eben genannten Spiels werden
auf altbekannte Gegner wie die Schweinssoldaten oder die Schattenritter stoßen,
sowie auch gewisse Ähnlichkeiten bei einem Endgegner feststellen.
Der Sound
ist auch durchweg gelungen. Während einem auf der Oberwelt die altbekannt Musik
der Zelda Reihe in die Ohren dringt, herrscht in der Stadt Hyrule eine fröhliche
Musik. Zur akustischen Höchstleistung läuft das Spiel meiner Meinung nach im
Goronenberg auf; solch atmosphärische Melodien hört man auf einem Handheld nur
selten. Auch nette Sprachsamples halten bei Laune, zumal sie immer witzig sind.
Fazit:
Ein super Spiel. Aber was erwartet man von einem Zelda
Titel? Mir persönlich gefällt vor allem der Spielwitz sehr gut, der auch durch
die netten Animationen noch mehr an Bedeutung gewinnt. Grafik und Sound spielen
in der Oberliga mit, genauso wie die Spielbarkeit. Jedoch könnte man wirklich
so langsam das altbewährte Dungeon Spielprinzip einer Generalüberholung unterwerfen.
Auch die Haupthandlung ist für mich einen Tick zu kurz, aber wenigstens kann
man unzählige Geheimnisse entdecken.
Aber die Jungs von Capcom haben ganze
Arbeit geleistet, kein GBA Besitzer sollte sich diese Perle entgehen lassen!
