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.::Harvest Moon: Friends of Mineral Town

Als ich noch meinen Super Nintendo hatte, war ich riesiger Fan von Harvest Moon, das habe ich wirklich Tag und Nacht gespielt – vorzugsweise am Wochenende und in den Ferien. ;o)
Dann habe ich irgendwann eine Werbung gesehen, in der mir erklärt wurde, das es ein neues Harvest Moon geben wird, das man auch auf dem GBA genießen kann. Das musste ich natürlich haben.

Story

Du kommst nach vielen Jahren wieder auf die Farm, wo du als Kind einen guten Freund gefunden hast. Der alte Farmherr hat dich fest in sein Herz geschlossen und als du abreisen musstest, weil der Urlaub deiner Eltern zu ende war, habt ihr geschworen, euch Briefe zu schreiben.
Über viele Jahre hinweg ging es dann so weiter, als dann aber keine Briefe mehr ankamen hast du dir große Sorgen gemacht und bist kurzer Hand zur Farm gefahren. Dort bekommst du die schreckliche Nachricht, dass der alte Mann verstorben ist. Doch welch Überraschung. Seinem Testament nach bist du der Erbe der Farm, jetzt musst du nur noch zustimmen und das Bauernleben kann beginnen.

Gameplay

Als frisch gebackener Farmer knüpft ihr erst einmal einige Kontakte zu den anderen Menschen, die in einem kleinen Dorf leben. Doch man kann sich ja nicht immer auf der faulen Haut ausruhen. So geht es frisch ans Werk. Zunächst muss Geld her, einige Ersparnisse habt ihr, doch damit kann man nicht viel anfangen. Daher sollte man schleunigst damit anfangen den seit 6 Monaten verwaisten Bauernhof auf Vordermann zu bringen. Auf dem Acker machen sich Holzscheite breit, alte Baumstumpfe, dicke Felsen und kleine Steine, am schlimmsten sind allerdings die Gräser, die immer nachwachsen.
Wie gesagt, bevor man den Hof nicht aufgeräumt hat kann man nichts Pflanzen. Da aber auch die nötigen Samen viel Geld kosten muss man sich zunächst nach anderen Gegenständen umsehen, die gratis sind und die man einfach mitnehmen kann. Es gibt verschiedene Kräuter, Pflanzen und auch Honig. Zur Unterstützung und auch Belustigung bekommt man zu Anfang noch einen kleinen Hund, dieser läuft auf dem Hof rum, man kann ihn streicheln und auch mit ihm reden.
Irgendwann bekommt man auch ein Fohlen geschenkt um das man sich dann auch kümmern sollte.
Im Grunde dreht sich alles so ziemlich um das Geld scheffeln. So zieht sich das Jahr hin.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter. In jeder Saison gibt es bestimmte Gemüsesorten, die man Pflanzen kann und darauf sollte man achten, denn was im Sommer wächst, wird im Winter nicht erblühen. Nebenher kann man sich auch noch Tiere halten, Kühe, Schafe und Hühner hätte das Spiel im Angebot.
Damit das Farmleben nicht langweilig wird, gibt es bestimmte Tage im Jahr, an denen Feste gefeiert werden, da kann man die Schaufel auch ruhig mal links liegen lassen. Diese Feste beinhalten meistens eine Art Spiel, wie Pferderennen oder Frisbee werfen. Soll ja auch alles Spaß machen.

Der neue Farmer

Das seid ihr. Ihr seid ein junger Mann der gerade eine Farm geerbt hat. Noch nicht an die viele und anstrengende Arbeit gewohnt macht ihr schnell schlapp und braucht viel Nahrung. Wenn ihr zu viel arbeitet, dann bekommt euch das gar nicht gut und wenn alles zu spät ist, müsst ihr ins Krankenhaus.
Ihr gebt euer bestes um der Farm und dem alten Farmer gerecht zu werden.

Locations

In diesem Spiel gibt es verschiedene Orte an denen man sich aufhalten kann. Ich werde diese jetzt einfach mal kurz beschreiben.

Die Farm:
Das ist der Ort an dem man sich am Meisten aufhalten sollte. Dort gibt es den Acker auf dem man verschiedene Gemüsesorten oder Gras für Tierfutter anpflanzen kann. Es befindet sich dort ebenfalls der Stall für die Kühe und Schafe, ein Stall für die Hühner und ein Pferdestall. Die Hundehütte darf natürlich auch nicht fehlen. Doch was für den Farmer ebenfalls unerlässlich ist, ist sein Haus, das befindet sich dort nämlich auch.
In dem Haus ist so ziemlich alles was wichtig ist, ein Bet, ein Tisch mit einem Stuhl, sogar einen Fernseher hat man. Aber das wichtigste ist die Kiste in der rechten unteren Ecke, denn dort lagert ihr alles was ihr für die Farm braucht. Werkzeuge, Gemüsesamen usw.
Ich persönlich finde die Farm etwas zu groß geraten. Allein der Acker nimmt 4- Mal des GBA- Bildschirms ein, dann gibt es noch die Bereiche mit den Häuser. Der Hühnerstall ist viel zu weit von den anderen Ställen entfernt, er steht mehr abseits und das nimmt echt viel Zeit in Anspruch (die man bei dem Acker nicht hat). Aber ansonsten gibt es nichts zu meckern.

Das Dorf:
Wenn ihr die Farm nach Norden verlasst, führt ein Weg euch direkt in das nahe gelegene Dorf. Dort gibt es mehrere kleine Häuser die alle ziemlich wichtig sind. Im Dorf findet ihr eine Kirche, für alle Gläubigen und auch mehrere Restaurants. Ja dort kann man essen, denn ihr seid auch nur Menschen und bekommt von der schweren Arbeit Hunger. Auch die wichtigen Gemüse Samen kann man dort kaufen. Die Geschäfte haben sogar Öffnungszeiten und natürlich den Ruhetag (Sonntag), die Preise sind ziemlich hoch nicht nur in den Geschäften, sondern auch in den Restaurants, aber was will man machen, man braucht den ganzen Kram ja.

Der Holzfäller:
Zu diesem netten Herrn gelangt ihr, wenn ihr die Farm nach Norden verlasst und bei der nächsten Möglichkeit links einbiegt. Dann müsstet ihr nach ein paar Schritten eine Holzhütte sehen. Der Holzfäller kann euch eure Farm ausbauen, das heißt die Ställe vergrößern und natürlich euer Haus. Dazu braucht ihr nur genug Geld und ein wenig Holz, den Rest erledigt er schon von ganz alleine.

Die Hühnerfarm:
Wieder geht es nach Norden, dann müsst ihr den Weg aber nicht ganz durch gehen, sondern vorher links einbiegen. Dann lauft ihr ein Stück den Weg entlang und an der rechten Seite findet ihr diese Farm. Dort kann man Hühner kaufen oder verkaufen und alles was man sonst noch braucht um sich dieses Tier halten zu können, Futter und Medizin zum Beispiel.

Die Jodel Farm:
Wollt ihr dorthin lauft ihr einfach ein paar Schritte weiter an der Hühnerfarm vorbei. Hier kann man sich Schafe und Kühe zulegen oder loswerden. Ebenfalls ist hier eine Tiermedizin erhältlich oder auch Besamungspulver um ausgewachsene Kühe zu schwängern.

Der Rosenplatz:
Der Rosenplatz befindet sich hinter der Jodelfarm. Der Platz ist wirklich sehr groß und wird auch nur dafür benutz um Feste zu feiern. Dafür ist der aber wirklich gut geeignet, es finden viele Leute darauf Platz und in der Mitte befindet sich ein Podest für die Siegerehrung oder um Wettkämpfe zu veranstalten.

Thermalquelle/ Mine:
Diese beiden Orte findet ihr indem ihr die Farm nach Norden verlasst und die erste Möglichkeit rechts einbiegt, ein schmaler Pfad führt euch auf einen kleinen Berg. Dort seht ihr zunächst nur die Quelle, in dieser könnt ihr ein entspannendes Bad nehmen und eure Energie auftanken. Ein Stück weit hinter der Quelle ist ein kleiner Durchgang der zur Mine führt. In der Mine könnt ihr Mineralien finden, die wichtig sind um eure Werkzeuge auf Vordermann zu bringen.

Der Strand:
Der Strand ist ein kleiner Fleck, dazu müsst ihr den Rosenplatz aufsuchen und ihn nach Osten verlassen, schon seid ihr da. Dort werden im Sommer Spiele veranstaltet oder man geht einfach nur so dort hin, ganz wie ihr wollt.

Der Schmied:
Der Schmied befindet sich gegenüber von der Hühnerfarm. Dort könnt ihr gegen Bares und eine bestimmte Menge Mineralien euer Werkzeug reparieren und aufrüsten lassen.

Charaktere

In diesem Spiel gibt es neben euch noch jede Menge andere Personen und jede ist eine Individualität. Ihr könnt sie ansprechen und euch nett unterhalten. Die meisten stehen aber in ihren Geschäften und wollen euch was andrehen. Die anderen trefft ihr auf den Straßen und an den Locations. Mit viel Glück findet ihr vielleicht auch die Frau fürs Leben.

Das Farmleben

Der Acker:
Wozu hat man einen Acker, wenn man ihn nicht nutzt? Also geht es erst mal ran an die Arbeit. Der Acker ist zunächst verwildert und man muss ihn von störenden Gräsern, Steinen und Holzscheiten befreien. Danach kann man sich mit der Harke anfangen den Acker zu pflügen, damit später auch die Saat wachsen kann. Diese muss natürlich erst gekauft werden. Es gibt wirklich viele Sorten Tomaten, Kartoffeln, Rüben, Getreide, Zwiebeln usw. Man darf aber nicht vergessen die Pflanzen jeden Tag zu gießen, sonst wachsen sie nicht und vertrocknen. Am Anfang ist das wirklich recht zeitaufwendig, weil man nur eine Gießkanne hat, aber mit der Zeit kann man ja neue tolle Sachen kaufen, die einem das Leben wirklich erleichtern.

Die Nutztiere:
Es gibt drei verschiedene Tierarten die man bei sich halten kann. Zunächst muss sich allerdings sagen, dass jede Art unbedingt viel Zuwendung braucht. Wenn sie sich vernachlässigt fühlen, werden sie krank und das Nützliche an ihnen auch. Kühe wären die größten Tiere, diese geben Milch, die man dann später verkaufen kann. Kühe können mit einem speziellen Pulver von der Jodel Farm geschwängert werden. Die kleinen Kälber kann man dann entweder verkaufen oder groß ziehen.

Schafe können ebenfalls mit einem speziellen Pulver geschwängert werden. Wer Schafe besitzt, kann diese Scheren und ihre Wolle verkaufen. Eine wirklich erträgliche Sache. Natürlich kann man Schafe auch nur so halten. Die sind schließlich sooo niedlich.

Hühner ist die dritte und letzte Art, die man halten kann. Sie legen Eier (welch wunder). Diese kann man ebenfalls verkaufen oder in den Brutkasten legen und darauf warten, dass ein kleines Küken schlüpft.

Steuerung

Wieder mal eine sehr einfach Steuerung. Man bewegt sich mit Hilfe des Steuerkreuzes. Schneller laufen kann man in dem man die R oder L Taste betätigt. Mit Taste A kann Gegenstände aufheben und Charaktere ansprechen. Mit Taste B ist es möglich Arbeiten zu verrichten, zum Beispiel Holz hacken oder Steine zerschlagen, Kühe melken usw.

Grafik

Die Grafik spricht wohl eher jüngere Zocker an, es ist ein recht kindliches Design mit bunten Farben, die aber nicht zu grell sind. Mann kann eine Karotte von einer Kartoffel unterscheiden. Die Männchen sind schön dargestellt, sehen zwar nicht wie richtige Menschen aus, sondern eher wie kleine dicke Comic Figuren, aber doch sehr niedlich. Das Design ist auch nicht so „flach“ wie man es zum Beispiel von einem Gameboy Color kennt. Dennoch denke ich, dass man noch mehr hätte raus holen können. Aber im Grunde passt die gesamte Darstellung des Spiels zu der Harvest Moon Reihe.

Sound

Der Sound ist recht wechselhaft. Der Sound richtet sich nämlich mehr oder weniger nach dem Wetter. Wenn es regnet, dann hört man diesen prasseln, wenn es einen Schneesturm gibt, dann hört man den Wind pfeifen. Sobald aber die Sonne scheint erklingt eine äußerst nervige Musik, die mich sofort dazu gebracht hat, den Ton aus zu machen. Was nebenbei noch nervig ist, ist der Ton wenn man die Figur bewegt. Dann erklingt nämlich ein komische quietschendes Geräusch, was echt penetrant ist. Einfach ätzend.

Speicherung

Den Zeitpunkt der Speicherung kann man selber bestimmen. Was sicher vorteilhaft ist. Man hat keinen Speicherpunkt und bekommt auch keine Passwörter. Insgesamt stehen euch zwei Speicherplätze zur Verfügung.

Das Menü

Das Menü erreicht man über die Start- Taste. Dort kann man in seinen Rucksack einsehen, den man immer dabei hat. Dort findet man die Gegenstände die man gerade bei sich trägt. Wer speichern will muss ebenfalls in dieses Menü wechseln. Zum Schutz vorm Verlaufen bietet das Menü eine kleine Farmkarte und auch eine Karte über die gesamte Harvest Moon Welt. Weiterhin gibt es noch verschiedene kurze Anleitungen, die wirklich hilfreich sind.

Spielspaß

Mir hat das Spiel wirklich eine Menge Spaß gemacht. Ich habe es eine längere Zeit gespielt und habe auch eine große Farm mit allem drum und dran aufgebaut. Was bei fast allen Simulationen der Fall ist, wird dieses nach einiger Zeit einfach auch eintönig, man macht eben immer das Selbe mit immer dem gleichen Ablauf. Allerdings kann ich es nach längerer Pause auch wieder spielen, weil ich dann wieder von neu anfangen muss.

Preis

Regulär kostet das Spiel um die 35€ bisschen teuer, für meinen Geschmack. Wer pfiffig ist schaut bei Ebay. Ich hab es gebraucht gekauft für 15€ ungefähr. Ein guter Preis.

Fazit

Ich hatte sowohl das SNES Harvest Moon und auch das GBC Harvest Moon. Ich mochte alle beide und das ist auch bei diesem hier der Fall. Allerdings finde ich es schade, das man bei der neuen GBA Version nicht entscheiden kann ob man eine männliche oder weibliche Person spielen kann. Dies war bei den anderen der Fall und das hat auch mit den Spielspaß verstärkt. Ich kann mich in eine weibliche Person nun einmal besser hinein versetzen.
Der Spielspaß leidet auch nicht unter der etwas kindlichen Grafik. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass es nach intensivem Spielen schnell langweilig wird. Ich würde da empfehlen, das Spiel nicht unbedingt jeden Tag Stunden lang zu spielen, dann aht man auch etwas mehr davon. Die Umgebung finde ich sehr gut und es gibt viele Möglichkeiten sich zu „beschäftigen“ auch außerhalb der Farm.
Was mich ein wenig stört ist der Sound.
Wind und Regen wird wirklich gut wiedergegeben, aber dieses ständige Schritt- Geräusch zerrt schon mächtig an den Nerven. Und diese sommerlich fröhliche Musik macht mich fast Wahnsinnig.



Die Texte und Wertungen stellen die Meinungen des jeweiligen Autors dar...

.::Infos

Harvest Moon: Friends of Mineral Town

» Erschienen:
26.03.2004

» Hersteller:
Ubi Soft

» Entwickler:
Natsume

» Genre:
Strategie

» Spieler:
1


.::Wertung
Grafik:
Grafik 8.1
8.1/10
Sound:
Sound 5
5/10
Spielspaß Solo:
Spielspaß Solo 7.5
7.5/10
Spielspaß Multi:
Spielspaß Multi
/10
Gesamtwertung
Gesamtwertung 68.66%
68.66%
Autor: snoopy1985


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