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Mein schwingender Stab...

Ungefähr so lautet die Übersetzung des Titels "Kurukuru Kururin" Spass beiseite, Kuru hat etwas mit "Drehen" zu tun. Und das ist auch das wichtigste Element in diesem Spiel, das eines der ersten GBA-Spiele war. Nintendo pflegte es als "neues Tetris" zu hypen. 4 Jahre nach dem Release landete es auch in meinem GBA.

Bekannt aus 70ern Gameshows und, etwas moderner, Takeshi's Castle ist der Hot Wire/der heisse Draht. Und noch etwas schwieriger gestaltet sich Kurukuru Kururin : Ihr steuert einen sich drehenden Stab durch 2D-Gänge. Klingt einigermaßen simpel, aber schon nach ein paar Berührungen mit der Wand ist der Stab kaputt und damit darf man das Level natürlich nochmal beginnen.

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass ein Stab durch Gänge fleucht ? Die Antwort ist einfach : Der Vogel Kuru beobachtet eine traurige Vogelmutter, wie sie den Verlust ihrer Küken bereut : Diese sind in alle Himmelsrichtungen und in die hinterwäldlerischsten Regionen ausgerissen, Lavawelten und ein Schloss miteinbegriffen. Da ist es natürlich Ehrensache, dass der einigermaßen erfahrene Kuru sich auf die Reise macht. Er ist Pilot und deswegen benutzt er sein rotierendes Stabflugzeug-hubschrauber-irgendwas, dass durch das Trotzen aller Physikgesetze die Flugfähigkeit besitzt.

Mehr Story gibt es nicht in Kurukuru Kururin. Der Verlust der Story schmerzt aber nicht unbedingt, weil Kurukuru Kururin eher ein oldschooliges Game ist, das sich ganz auf den Moment des Spielens konzentriert.

Die Steuerung ist handheldtypisch relativ simpel - nun ja, sehr komplex kann sich ein GBA-Spiel wegen der wenigen Knöpfe ja sowieso nicht steuern.

Ein erweitertes Heißer Draht soll also auf Dauer Spaß machen ? Ja, das tut es in der Tat. Weil im wirklichen Leben keine vergleichbaren Situationen entstehen (ausser man ist eben Dauergast bei Gameshows), muss man sich anfangs erstmal an das Gameplay gewöhnen, ich persönlich habe schnell viele Leben gelassen. Schon die erste 360° Kurve war ein schwieriges Hindernis für mich. Allerdings gibt es keine wirkliche Lebensbegrenzung, daher kann man das Level natürlich unendlich oft versuchen. Die Levels sind in ungefähr 5-8 Level pro Themawelt eingeteilt und im Grunde sind die meisten Level in 30-60 Sekunden schaffbar. Dies schafft man jedoch nur, wenn man durch das Level ohne jede Unterbrechung rast.

Mehr passiert im Adventure Mode, der ungefähr 40 Levels bietet nicht, aber das genügte schon um mich Wochen mit diesem Spiel beschäftigt zu halten. Das Geniale daran ist einfach : Man kann immer wieder mal bei Gelegenheit den GBA aus der Tasche holen und ein wenig weiterzocken. So kommt man auch nicht aus der Übung. Da reicht auch schon eine 5-Minuten-Pause oder wenn sich der Lehrer nur zur Tafel umdreht. Glücklicherweise haben GBA-Spiele dank Modultechnik keine Ladezeiten. Gegen Ende oder auch mal zwischendrin kommen jedoch richtig fiese und herausfordernde Stellen, die einen durchaus an die hundert Versuche kosten können.

Wohl damit das Spiel nicht ganz versimpelt wird, haben die Entwickler noch Upgrades für den Stab eingebaut, die man in den Adventure-Mode-Levels finden kann. Diese sind jedoch optischer Natur. Vielleicht kurz eine nette Abwechslung, aber am Ende auch recht sinnlos, vor allem weil manche Upgrades, da sie so blinken auch etwas vom eigentlichen Spiel ablenken.

Der Challenge-Mode bietet, wie der Name ja sagt auch noch Herausforderung. Hier gibt es keine besonderen Hintergrundthemen, aber dafür wieder jede Menge Spass, da man einfach alle Levels schaffen will. Was sich als sehr schwierig erweist, aber es ist am Ende doch schaffbar. Dieser Mode ist natürlich ein weiterer positiver Punkt, da er sich gut auf den Umfang auswirkt.

Grafik&Sound sind wahrlich nichts besonderes. Die Grafik erweist sich natürlich als zweckmäßig, was bei diesem Geschicklichkeitsspiel auch völlig ausreicht. Zwischensequenzen gibt es nicht wirklich, nur ein nettes Intro und eine kurze Endsequenz. Der Sound nervt schnell vor allem wegen der Musik. Die Musik ist dabei ein zweischneidiges Schwert : Einerseits hasst man sie und wird immer die Lautstärke auf 0 drehen, andererseits, wenn man vergisst sie auif 0 drehen gräbt sie sich einem doch ins Gehirn. Lustigerweise haben die Entwickler noch als Easteregg lustige Hupensounds eingebaut, die man mit den Schultertasten aktivieren kann. Ein witziges Gimmick - für ein paar Minuten jedenfalls. Die Handygeneration könnte es lieben.

Fazit :
Ein durchaus gutes Handheldspiel, das man schon für sehr wenig Geld gebraucht bekommen kann. Ich jedenfalls habe 6 Euro dafür bezahlt. Das Spiel blieb wochenlang in meinem GBA stecken und hat mir immer wieder Spass bereitet. Für Zwischendurch ist das Spiel einfach perfekt. Allerdings ist es doch nicht das neue Tetris geworden, wie Nintendo zu proklamieren versuchte. Nachdem man alle Levels geschafft hat, wird man es nicht mehr anrühren.



Die Texte und Wertungen stellen die Meinungen des jeweiligen Autors dar...

.::Infos

kurukuru kururin

» Erschienen:
21.06.2001

» Hersteller:
Nintendo

» Entwickler:
Nintendo

» Genre:
Geschicklichkeit

» Spieler:
1-2


.::Wertung
Grafik:
Grafik 7
7/10
Sound:
Sound 6
6/10
Spielspaß Solo:
Spielspaß Solo 8.5
8.5/10
Spielspaß Multi:
Spielspaß Multi 8
8/10
Gesamtwertung
Gesamtwertung 73.75%
73.75%
Autor: Gaara


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