Ich suche hin und wieder mal nach Billigspielen für meinen GBA, weil ich für portable Spiele sowieso nur wenig Zeit verwende (eigentlich nur für Wartezeiten beim Arzt). Eines Tages sah ich zufällig Puyo Pop Fever für den GBA im Media Markt für 10 Öre. Weil ich nur aus diesem Grund im Media Markt war, genehmigte ich mir diesen Kauf und so fing die Geschichte an.
Spielprinzip
Das Spielprinzip ist schon über 10 Jahre alt. Ein bisschen kann man es mit Tetris vergleichen, allerdings sind die Vorgänge schon verschieden. Das wichtigste in Puyo Pop : Blasen. Die Blasen. Immer ein paar von verschiedenfarbigen Blasen fällt vom Himmel, auf das rechteckige Spielfeld. Ordnet man mindestens 4 gleichfarbige Blasen (auch Puyos genannt) horizontal, vertikal oder als Quadrat zueinander an, so lösen sie sich auf. Und das war es auch schon. Es klingt relativ simpel, aber bei einer schnellen Geschwindigkeit wird das Gehirn schon recht angestrengt und bei einer zu schnellen Geschwindigkeit wohl überfordert. Auch immer mehr Arten von verschiedenen Farben könne für Schwierigkeiten folgen. Lange Kombinationen, die durch das Nachfallen der Blasen erfolgen, sollten erzielt werden. Wir schließen : Man kann das Spiel nur schlecht als Tetris-Klon bezeichnen, das wäre als würde man Schach mit Mühle vergleichen. Hier wurde dem gameplay außerdem noch ein gimmick hinzugefügt, das als Fever beschrieben wird, daher auch der volle Name. Hat sich eine Fever-Leiste angefült, so tritt der Fever-Zustand ein, in dem vorgegebene Blasenmuster erscheinen. Durch geschicktes Platzieren einer Blase kann man hier viele Kombinationen abräumen und so die Spielsituation umdrehen.
Die Story
Was will man schon bei einem Puzzlespiel für eine Story erwarten. Aber Sega hat trotzdem die Gewichtung sehr auf die Story gelegt, diese ist allerdings sehr abstrus. Man spielt Schülerinnen einer Puyo-Schule in der man scheinbar das Puyo-Spielen lernt. In dieser Welt scheint das wohl eine sehr große Bedeutung zu haben, ein guter Puyo-Spieler zu sein. Außerdem wurde irgendein wichtiger Gegenstand von bösen Monstern gestohlen, den man sich zurückholen muss und natürlich muss man auch ganz ein Puyo-Star sein. Ich will der Beste sein und so weiter, wie man es von generischen japanischen Geschichten für männliche Kinder ja kennt.
Story-Modus
Irgendwie spielt an immer diesen Modus als ersten an. Hier spielt man gegen verschiedene böse oder auch gute Charaktere der Puyo-Welt. Man hat verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Wahl, die als Bahnen bezeichnet werden, zudem kann man gegen jeden Charakter einzeln antreten. Ich muss sagen, es ist einerseits durchaus befriedigend, hat man einen Gegner besiegt, jedoch ist keinesfalls eine große Motivation da, einen Gegner zu besiegen. Daher habe ich zwar die ersten zwei Schwierigkeitsgrade durchgespielt, doch der schwerste war dann eben zu schwer und ich habe ihn einfach aufgegeben.. Es liegt wohl entweder an den blassen Charakteren oder an daran, daß eine Konfrontation mit dem Computer nicht sehr interessant ist. Auch Belohnungenhabe ich keine entdecken können, außer albernen Zwischensequenzen ohne Sinn oder Humor. Schade, daß ein Online-Modus unmöglich ist.
Endlos-Modus
Hier gibt drei Modi. Den Fieber-Modus, in dem nur der Fieberzustand auftritt und man möglichst viele Punkte abräumen muß. Ich finde das Fever-Gimmick allerdings sowieso unnötig, daher hat mir der Modus auch keienrlie Spaß bereitet. Im Aufgaben-Modus bekommt man nacheinander vielfältige Aufgaben wie "Lösche 7 Puyos gleichzeitig" oder "Lösche zwei Farben gleichzeitig". Dieser Modus hat doch zeimlich Spaß gemacht und konnte mich länger beschäftigen. Nach jeder Aufgabe kommt immer das Umdenken, das macht den Modus so spassig. Im nächsten Modus heißt es einfach Puyo Pop bis der Arzt kommt, bzw. bis die Blasen die Spiel-Decke erreichen. Diesen Modus habe ich wohl am meisten beansprucht, ganz einfach weil man hier am Besten die Zeit vertrödeln konnte. Allerdings kann ich nicht unbedingt sagen, daß hier der Spielspaß enorm war, eher ist man eben mit einer Arbeit beschäftigt, als daß man Spaß hat.
Grafik&Sound
Die Befürchtungen, daß man beim kleinen Micro-Screen nichts mehr von den Blasen erkennen könnte, hat sich nicht bestätigt. Die Grafik erfüllt pflichtgemäß ihren Zweck. Der Sound nervt etwas mit Dudelmusik und immergleichen, unnötigen Spracheffekten.
Standby-Modus
Sehr praktisch ist bei dieem Spiel der Standby-Modus, kann man mal für einige Zeit nicht weiterspielen, kann man in den sehr stromsparenden Standby-Modus schalten und muß sein Spiel trotzdem nicht aufgeben.
Fazit :
Zwar war dieses Spiel anfangs öfter in meinem GBA, doch schon nach vier Wochen habe ich das Spiel einfach nicht mehr angerührt, da keinerlei Motivation mehr vorhanden war. Zwar kann man sich ganz gut die Zeit damit vertreiben, aber besonderen Spaß empfindet man dabei nicht. Daher wurde das Spiel auch wieder verkauft. Für mich ist das Spiel eher unmotivierende Durchschnittsware, der das besondere Etwas fehlt, obwohl das Gameplay eigentlich perfekt umgesetzt wurde. Ich kann das Spiel daher nur Puyo Pop-Hardcore-Fans empfehlen.
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