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Nintendo DS
Hersteller: Nintendo

Erscheinungsjahr: 2005




Autor: fuertherbube
Beschreibung:
CPU:

Speicher:

Grafik:

Auflösung:

Sound:


Sonstiges: Die wichtigsten, technischen Daten:

  • Maße (zusammengeklappt): ca. 150 x 85 x 30 mm
  • Gewicht (mit Akku): ca. 280 gr.
  • Hauptprozessor: ARM 946E-S (67 MHz)
  • Arbeitsspeicher: 4 MByte
  • Bildschirmgröße: 256 x 192 Bildpunkte (RGB), zwei Bildschirme
  • Farben: 262.144
  • Stereoklang (für Kopfhörer und Lautsprecher)
  • Mikrofoneingang
  • Drahtlose Kommunikation: IEEE 802.11 basiertes proprietäres Protokoll
  • Befehlseingabe: Touchscreen (z.B. per Touchpen oder Daumenstylus); Steuerkreuz; Tasten A, B, X, Y, R, L, Select & Start
  • Game Boy Advance Module spielbar


Die obigen Daten sind wie bereits erwähnt, nur die wichtigsten und daher unvollständig.

Lieferumfang:

Neben dem Basisgerät wird ein Netzteil, eine Trageschlaufe welche gleichzeitig als Daumenstylus fungiert, sowie ein weiterer Ersatz-Touchpen (Stylus) mitgeliefert. Ein Akku ist bereits an der Unterseite eingelegt. In der Zwischenzeit ist auch eine Demoversion vom Spiel "Metroid Prime Hunters" beiliegend. Selbstverständlich findet man auch das Benutzerhandbuch in mehreren Sprachen vor.

Features:

Die Besonderheit der Handheldkonsole, liegt in den zwei aufklappbaren und vertikal angeordneten Bildschirmen, wobei der untere berührungsempfindlich ist. Dies ermöglich das Steuern der Spielfigur mittels Touchpen (auch Stylus genannt) oder Daumenstylus.
So werden zum Beispiel Menüauswahlen getroffen, Laufwege gezeichnet, Blickwinkel geändert usw. Die Möglichkeiten diese Funktion zu nutzen, sind enorm hoch und ungemein Interessant.
Desweiteren verfügt das Nintendo DS über einen Mikrofoneingang. Durch hineinpusten kann zum Beispiel ein Segelboot angetrieben, Kerzen ausgepustet werden und vieles mehr. Auch hier sind die machbaren Spielsteuerungen sehr umfangreich. Eine Sprachsteuerung ist denkbar oder wird meines Wissens von einem Spiel sogar schon unterstützt. Ob und wie diese ausgereizt werden, ist aber vom jeweiligen Spiel abhängig.
Zusätzlich verfügt das Gerät über die von den Game Boy's bekannten Steuerelemente wie Steuerkreuz, A, B, X, Y, START und SELECT Buttons. Neu sind bei dieser Handheldkonsole hingegen die beiden Schultertasten, wie sie bei großen Konsolen bereits seit längerem verwendet werden.
Während des spielens kann das Nintendo DS zusammengeklappt werden, worauf das Spiel "einfriert" und das Gerät in einen stromsparenden Standby-Modus übergeht. Beim aufklappen wird exakt an der selben Stelle fortgesetzt.

Neben den Nintendo DS Spielmodulen, können auch Game Boy Advance Module verwendet werden. Leider nur im Einzelspieler Modus. In diesem Fall wird nur einer der beiden Bildschirme verwendet (im Grundmenü auswählbar) und auf Stylus, Mikrofon und Schultertasten verzichtet.
Das Gerät erlaubt den Anschluss eines Stereo Kopfhörers und über eine weitere Schnittstelle sogar ein Headset. Allerdings muss dieses einen besonderen (Nintendo genormten) Anschluss haben, denn um das gängige USB oder FireWire handelt es sich dabei nicht.
Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über das mitgelieferte Netzteil, (auch speziell Nintendo) welches auch als Akku-Ladegerät fungiert, oder den ebenfalls mitgelieferten und auswechselbaren Akku. Letzterer ist im Schnitt nach etwa vier Stunden voll geladen und erlaubt dann das Spielen für sechs bis zehn Stunden. Allerdings habe ich den Eindruck, dass der Akku schon bereits nach zwei bis drei Stunden geladen war. Laut Bedienungsanleitung kann er bis zu 500 mal wieder aufgeladen werden, bevor die Leistung dauerhaft auf siebzig Prozent abfällt. Tendenz weiter sinkend. Ersatzakkus sind gesondert erhältlich.
Der An-/Aus-Knopf an der Vorderseite reagiert nicht sofort. Er muss etwa eine Sekunde lang gedrückt werden, bevor das Gerät abschaltet. Auf diese Weise wird verhindert, dass bei einer unabsichtlichen Berührung das Spiel unsanft beendet wird. An der Rückseite befindet sich eine Öffnung, in die der Touchpen eingeschoben und sicher aufbewahrt werden kann.

Die Grafik des Nintendo DS liegt übrigens etwas über dem Nivaeu der Nintendo 64 Konsole.

Menüführung:

Beim einschalten des Nintendo DS weist ein Text auf die Vorsichtsmaßnahmen die im Handbuch stehen hin. Durch Berührung mit dem Touchpen gelangen Sie ins Hauptmenü. Dort stellen sie Ihre Sprache, die aktuelle Uhrzeit, das Datum, Ihren Geburtstag (aber nicht das Jahr) und Ihre Lieblingsfarbe ein. In letzterer wird das Menü künftig erscheinen. Vermutlich wird der Spieler an seinem Geburtstag vom Gerät beglückwünscht. Wissen werde ich es allerdings erst am 16. Dezember...
Desweiteren lässt sich das Gerät als Wecker missbrauchen: stellt man eine Weckzeit ein und lässt es durch herunterklappen des Bildschirms "schlafen", so wird es sich zur gewünschten Zeit bemerkbar machen. Die Lautstärke des Alarmtones ist dabei anschwellend. Durch berühren des Bildschirms, wird der Alarm lediglich pausiert und läutet nach fünf Minuten erneut. Es gibt erst Ruhe, wenn man es komplett ausschaltet.
Der obere Menüpunkt ist der wichtigste. Berührt man ihn, startet das eingesteckte Spiel.
Im Hauptmenü kann festgelegt werden, welchen der beiden Bildschirme man beim spielen von Game Boy Advance Modulen verwenden will. Es kann auch beeinflusst werden, ob das Gerät sofort das Spielmodul lädt, wenn es eingesteckt ist, oder erst das Hauptmenü erscheint. Reagiert das Gerät nicht ordnungsgemäß mit dem Touchpen, kann hier auch eine Kalibrierung durchgeführt werden.
Über das Hauptmenü gelangt man auch zum Pictochat. Dort kann man mit bis zu 16 weiteren Nintendo DS Nutzern chatten, indem man entweder mit dem Touchpen Nachrichten schreibt oder die entsprechenden Zeichen antippt. Einzige Bedingung hierfür ist, dass sich die Teilnehmer nicht weiter als zehn Meter voneinander entfernt befinden. Den Sinn dieser Funktion könnte ich mir lediglich im Klassenzimmer bei einer Prüfung vorstellen *g*
Wenn Multiplayer-Spiele gespielt werden sollen, so kann sich hier über einen Menüpunkt kabellos miteinander verbunden werden. Zu unterscheiden sind dabei zwei Arten von Multiplayer-Modulen. Die einen erfordern für jeden Spieler ein eigenes Modul, andere hingegen nur eines. Das bedeutet, dass ein Spieler das Modul eingelegt hat und die anderen laden sich die benötigten Daten per Funkübertragung für die Dauer des Spiels aufs eigene Gerät.

Persönliche Rezession:

Der erste Eindruck den ich vom Nintendo DS hatte war, dass es für die Größe recht schwer ist. Die immerhin fast 280 Gramm (inkl. Akku) sind schon beachtlich.
Ausserdem empfinde ich es nicht gerade als ergonomisch, da das Gerät einfach nur rechteckig ist. Auch wird jemand mit großen Händen Probleme bekommen. Das Gehäuse ist aus Kunststoff macht aber einen sehr stabilen Eindruck.
Gut finde ich, dass beide Bildschirme beleuchtet sind. Diese hätte man aber ruhig etwas entspiegeln können.
Positiv überrascht hat mich der Sound, der aus den beiden Lautsprechern am oberen Bildschirm kommt. Hier ist nämlich beeindruckender, virtueller Raumklang möglich. Besonders gut kommt das übrigens mit einem Kopfhörer rüber.
Die Menüführung und das Spiel mit dem Touchpen funktionieren, entgegen meinen Erwartungen, verblüffend gut. Beim Spielen war ich erstaunt wie gut alles von der Hand ging. Allerdings musste ich auch hier feststellen, dass der Stift für große Hände etwas unangenehm klein ist. Ihr fragt Euch sicher, weshalb ich nun kein Spiel beschreibe. Nun, das tue ich, aber in einem anderen Bericht. Dieser hier soll sich nur mit dem Grundgerät beschäftigen. Ich schlage vor, dass Ihr Euch einen meiner Berichte zu einem Nintendo DS Spiel durchlest.
Die Bedienungsanleitung ist weniger übersichtlich. Sie deckt zwar die wichtigsten Fragen ab, ein Stichwortverzeichnis hätte ihr aber gut getan. Ich habe schon etwas gebraucht, bis ich eine Antwort auf meine Frage bekam.
Ich kann aber versichern, dass Ich vom Nintendo DS wirklich begeistert und überzeugt bin. Er bietet eine durchaus interessante und spaßige Alternative zu Playstation & Co. Die Spiele dafür mögen vielleicht etwas weniger den Nerv der Erwachsenen Zocker treffen, machen aber trotzdem unheimlich Spaß, wenn man sie nur mal an sich heran lässt. Wie das bei Nintendo schon oft der Fall war, verursachen viele Games nämlich eine regelrechte Sucht, obwohl nicht literweise Blut vergossen wird. Es geht also auch anders.
Ich sage immer: erst spielen, dann meckern!

Wissenswertes und Interessantes:

Es muss ein häufiges Missverständnis aus dem Weg geräumt werden: das Nintendo DS ist definitiv kein Nachfolger der Game Boy Reihe, obwohl große optische Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen sind. Das Gerät hat aber technisch gesehen nichts mit den Game Boy's gemeinsam und ist daher eine eigenständige Konsole. Aus diesem Grund werde ich auch nicht näher auf die Game Boy Reihe eingehen.
Das Nintendo DS wurde in Europa am 11. März 2005 veröffentlicht und kostete rund 149 Euro (entspricht ca. 200 Dollar, also etwa ein Drittel mehr als in den USA).
Verkauft wurde er in Europa bisher ca. 500000 mal (Mitte 2005).
Die Abkürzung "DS" bedeutet ursprünglich "Dual Screen", wurde aber auf der E3 (Electronic Entertainment Expo) 2004 in Los Angeles auch "Developers System" genannt, da er einfach zu programmieren sein soll. Letztendlich war die erste Bezeichnung aber für den Kunden eingängiger, weshalb Nintendo sie behielt.
In Japan sind auch andersfarbige Modelle, mit oder ohne Camouflage (Bilderaufdruck) verfügbar. Einige Bastler bauten das Gerät sogar um, um auch Game Boy und Game Boy Color Module spielen zu können.

Bereits erhältliche Spiele

Viele weitere Spiele sind ausserdem angekündigt.

Liebe Leser, ich hoffe dass Euch dieser Bericht weiter geholfen hat und Ihr beim Lesen mindestens so viel Spaß hattet, wie ich beim schreiben.

Viel Spaß beim spielen wünscht: Marcus :o)





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