Aus dem Hause einer der besten Softwareschmieden dieser Zeit kommt
wieder neues Futter für alle Fußballfreaks, doch keine
ultra realistische Simulation im Stile eines PES 2, sondern ein abgedrehter,
arcadiger Funsoccer, den man am Besten mit „eine Regel: keine
Regel“ umschreibt.
Ihr bolzt, oder besser gesagt steuert, eine 3 Mann Mannschaft auf
den verrücktesten Schauplätzen der Welt, um das absolute
Siegerteam zu werden. Zur Hilfe stehen euch die wohl stylischten spezial
Combos zur Verfügung, die euere Augen jemals erblickt haben.
Derbe Volleyschüsse, Fallrückzieher, perfekt inszenierte
Killer Kicks im Stil von Matrix, Kopfbälle und Loops lassen die
Trickkiste von SSS sehr umfangreich dastehen und nicht nur das, der
Funfaktor jeder Partie, die ihr spielt, steigt umso mehr.
In dem super schön gestalteten Hauptmenü, das Reif für einen Award, könnt ihr aus mehreren Menüpunkten
wählen: Acarde, Quests, Challenge, Turnier und Training. Letzteres
halte ich für sehr sinnvoll. Obwohl SSS sehr leicht zu beherrschen
und nicht all zu schwer zugänglich ist, benötigt die ganze
Palette an Spezialtricks dennoch ihre Übung. Habt ihr euch mit
der genial einfachen Steuerung vertraut gemacht, könnt ihr euch
schon mal an den Acardemodus wagen.
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Wählt euch ein Team und ein Stadion aus, von denen ihr übrigens
weitere freischalten könnt.
Habt ihr hier erste Erfolge erzielt und jedes mal als stolzer Sieger
den Platz verlassen, was bei der relativ guten K.I. der gegnerischen
Mannschaft gar nicht so leicht ist, könnt euch zum Challenge Mode begeben. Hier gilt es 4 Matches hintereinander erfolgreich zu bestehen. Der
Gag an der Sache ist: Ihr könnt weder Speichern noch kurz das
Spiel verlassen, ansonsten beginnt ihr erneut von vorne. Habt ihr
dennoch 4 mal hintereinander gewonnen, bekommt ihr als Belohnung einen
neuen Charakter zur Verfügung gestellt. Der Questmode ist sozusagen
das Herzstücks dieses Spiels, was den Singleplayer betrifft.
Hier könnt ihr fast eine ganze Saison spielen, wenn man das so
sagen kann. Insgesamt 10 Matches und weitere Aufgaben warten hier
auf euch um completed zu werden, Stadien und weitere Charaktere warten
auf euch. Anders als im Questmode, müsst ihr im Turniermodus
einfach strikt 5 Partien bestreiten. Mit dem Singeplayer
seid ihr eine Weile beschäftigt, da die Gegner
euch oft wenig gönnen. Einerseits ist das Spiel gameplaymäßig
schon fast an der Grenze der Perfektion, doch mich stört die
Balancierung der verschiedenen Teams . Während unserer Testphase
im Multiplayer fiel uns auf, dass das Team „Volta“ extrem
hohe Werte in den einzelnen Kategorien hatte. Dies wirkte sich auch
während des Spieles drastisch aus: Die Mannschaft konnte fast
dauerhaft durchspurten, wobei man schon allein dadurch einen sehr
hohen Vorteil besitzt. Zusätzlich war es genauso stark und Schusstechnisch
gleichwertig mit anderen Teams. Diese mussten dagegen andere Stärken,
mangelnde Kondition oder sonstige negative Eigenschaften in Kauf nehmen.
Wer bei eueren zukünftigen SSS Multiplayersession dieses Team
wählt, hat den Sieg so gut wie in der Tasche, wenn er nicht gerade
wie die letzte Pflaume spielt.
Wo wir gerade schon beim Multiplayer sind, möchte ich nur
noch hinzufügen, dass es sich hier wahrlich um eine MP-Granate
handelt. Es macht einfach extrem viel Spass mit oder gegen seine Freunde
zu zocken, da es sich um ein sehr leicht zugängliches Spiel handelt,
kann jeder sofort einsteigen und Tore schießen. Die etlichen
Kombination lassen sogar den Singeplayer nicht langweilig werden und
schon erst gar nicht den Multi. Hier könnt ihr mehrere Stunden
vor dem Fernseher verbringen, um den virtuellen Titel zu gewinnen
.
Grafisch ist Sega`s Soccer Slam echt gelungen. Die Charaktermodelle
sind detailreich gestaltet worden und das abgedrehte Design weiß
zu gefallen.
Fast jedes Land hat seinen eigenen Charakter desigend bekommen. England
wird von einem britischen Punk, der das Trikot seiner Lieblingsmannschaft
trägt, vertreten und Deutschland von einem poppigen Partygirl.
Ein nette Bonus wie wir fanden. Die Grafik ist zwar nicht unbedingt
Weltklasse, aber auf jeden fall einen „Gucker“ wert.
Soundtechnisch braucht man sich bei Werken, die von Sega stammen
in der Regel keine Sorgen machen, wie es bei SSS auch der Fall ist.
Stimmungsvolle Beats lockern das comichafte Hauptmenü noch mehr
auf und die Jubelhymnen, die nach jedem erzielten Tor ertönen,
erweisen sich als echte Ohrwürmer, super!
In allem zusammen ein echter Hit, den es mittlerweile schon für
lau zu haben gibt. Nur Einzelspieler werden wohl auf Dauer nicht auf
ihre Kosten kommen, wer aber des öfteren ein volles Haus hat
und seine Freunde an die Joypads der Xbox locken kann, macht kein
Fehler mit einem Kauf dieses Spiels .